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Wenn nach dem Umzug die Startseite streikt und Site Kit Fehler wirft

Ein Serverumzug mit WordPress ist wie ein Umzug in eine neue Wohnung: Meistens passt alles, aber manchmal findet man den Lichtschalter nicht. Wenn deine Seite nach der Migration einen 403 Forbidden Fehler zeigt oder der Editor behauptet, die „JSON-Antwort sei ungültig“, liegt das meist an technischen Altlasten.

Hier ist mein Erfahrungsbericht und die Lösung für die zwei häufigsten Stolperfallen.

Der erste Schock: 403 Forbidden und der Redis-Geist

Nach dem Umzug lief bei mir das Backend einwandfrei, aber die Startseite war wie zugemauert. Der Grund? Redis.

Wenn dein alter Hoster einen Redis-Objekt-Cache genutzt hat, wurde bei der Migration die Datei object-cache.php im Ordner /wp-content/ mitkopiert. Diese Datei versucht krampfhaft, den alten (jetzt unerreichbaren) Cache-Server zu kontaktieren. Das Ergebnis: Der Server verweigert den Zugriff.

Die Lösung: Geh per FTP in deinen /wp-content/-Ordner und benenne die object-cache.php in object-cache.php.old um. Plötzlich atmet die Seite wieder auf!

Das Google Site Kit Dilemma

Sobald die Seite wieder sichtbar war, kam das nächste Problem: Beim Bearbeiten von Beiträgen hieß es plötzlich: „Die Antwort ist keine gültige JSON-Antwort.“ Hier kommt Google Site Kit ins Spiel. Das Plugin verbindet deine Seite über die REST-API mit Google. Nach einer Migration „denkt“ Site Kit oft noch, es sei auf dem alten Server. Die Sicherheits-Token passen nicht mehr, und die Kommunikation bricht ab. Das blockiert dann den gesamten Editor.

So fixst du Site Kit nach dem Umzug:

  1. Plugins deaktivieren: Wenn du alle Plugins ausschaltest, verschwindet der JSON-Fehler meist sofort.
  2. Der Site Kit Reset: Aktiviere Site Kit wieder, gehe zu den Einstellungen > Admin-Einstellungen und klicke auf „Site Kit zurücksetzen“.
  3. Neu verbinden: Du musst das Plugin danach kurz neu mit deinem Google-Konto verknüpfen. Das bereinigt die alten Datenbank-Einträge und erstellt eine frische, saubere Verbindung zum neuen Server.

Warum das alles passiert

Das Problem bei einer Migration ist, dass WordPress-Datenbanken und Plugins oft absolute Pfade oder Server-IPs speichern. Google Site Kit merkt, dass sich die Umgebung geändert hat, und schlägt Alarm. Ohne einen Reset versucht das Plugin, über veraltete Wege mit der REST-API zu sprechen – und der Editor quittiert das mit einer Fehlermeldung.

Checkliste nach der Migration:

  • [ ] object-cache.php im Ordner /wp-content/ deaktivieren/löschen.
  • [ ] Google Site Kit zurücksetzen und neu autorisieren.
  • [ ] Permalinks unter Einstellungen > Permalinks neu speichern (flushen).
  • [ ] Falls vorhanden: Cloudflare Cache komplett leeren („Purge Everything“).

Fazit: Eine Migration ohne Fehler gibt es selten. Aber wenn man weiß, dass Redis und Site Kit oft die Übeltäter sind, ist der Frust schnell vergessen!


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