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Ryzen 9 5900X Temperatur-Check

Der AMD Ryzen 9 5900X ist ein Biest von einer CPU. Mit 12 Kernen und 24 Threads bietet er brachiale Leistung für Gaming und Content Creation. Doch diese Power hat ihren Preis: Abwärme. Viele Nutzer kämpfen mit Temperaturen jenseits der 80-Grad-Marke. In diesem Artikel zeige ich euch, wie ich mein System so optimiert habe, dass es selbst unter Volllast einen „kühlen Kopf“ bewahrt und dabei flüsterleise bleibt.

Die Ausgangslage: Das Hardware-Setup

Um einen 5900X effizient zu bändigen, reicht ein Standard-Luftkühler oft nicht aus, wenn man es leise mag. Mein Setup basiert auf:

  • CPU: AMD Ryzen 9 5900X (Vermeer)
  • Kühlung: All-in-One (AIO) Wasserkühlung
  • Mainboard: ASUS ROG Serie (genutzt mit Dual Intelligent Processors 5)
  • Besonderheit: Manuelle Montage mit Fokus auf hauchdünner Wärmeleitpaste.

Das Geheimnis der „Hauchdünnen“ Montage

Oft wird diskutiert: Klecks, Linie oder Verstreichen? Ich habe mich für das hauchdünne Verstreichen der Wärmeleitpaste entschieden.

  • Warum? Wärmeleitpaste hat eine schlechtere Wärmeleitfähigkeit als das Metall des Kühlers oder der CPU. Sie soll lediglich mikroskopische Luftschlüsse füllen.
  • Das Ergebnis: Ein perfekter Wärmeübergang. Die Differenz zwischen der Oberflächentemperatur (CPU) und dem internen Hotspot (CPU Package) liegt in meinem Test bei nur etwa 11 Grad. Das ist ein Indiz für eine exzellente Montage.

Die Testergebnisse: Drei Szenarien im Vergleich

Ich habe mein System durch verschiedene Belastungsprofile gejagt. Hier sind die knallharten Fakten aus den Messungen:

1. Der „Silent“ Sweetspot (Mein Alltag)

Im Silent-Profil drosseln wir die Lüfterdrehzahl massiv.

  • Ergebnis: Bei ca. 1041 RPM erreichen wir unter Volllast (CPU-Z Multi-Bench) stabile 66 °C (Package: 77 °C).
  • Performance: Trotz der geringen Lautstärke liefert die CPU volle 9531 Punkte im Multi-Thread-Benchmark bei einem Takt von ca. 4,52 GHz auf allen Kernen.

2. Das Standard-Profil

Hier greift die automatische Steuerung des Mainboards etwas aggressiver ein.

  • Werte: Die Temperatur sinkt auf 63 °C, allerdings bei einer deutlich hörbaren Lüfterdrehzahl von 1880 RPM.
  • Fazit: Die 3 Grad Ersparnis stehen in keinem Verhältnis zur deutlich höheren Lautstärke.

3. Idle & Maximale Kühlleistung

Was passiert, wenn wir die Physik ausreizen?

  • Idle (Standard): Im Leerlauf dümpelt die CPU bei entspannten 45 °C und ca. 733 RPM vor sich hin.
  • Maximum: Dreht man alle Lüfter (inklusive Gehäuse) auf Anschlag (über 2500 RPM), lässt sich die CPU im Idle auf beachtliche 38 °C drücken.
ModusCPU Temp (Last)Lüfter (CPU)Lautstärkeempfinden
Silent66 °C1041 RPMFlüsterleise
Standard63 °C1880 RPMDeutlich hörbar
Full Power< 60 °C (geschätzt)1880+ RPMLaut

Technische Analyse: Effizienz statt roher Gewalt

Ein interessanter Punkt in den Messdaten: Unter Last verbraucht die CPU etwa 110 Watt. Im Idle sinkt dieser Wert auf ca. 30 Watt. Dank der AIO-Kühlung und der guten Paste bleibt die Temperaturkurve sehr flach. Es gibt keine plötzlichen Hitze-Spikes, die die Lüfter nervös hochdrehen lassen.

Fazit für euren Blog-Post

Wenn ihr einen Ryzen 9 5900X besitzt, müsst ihr euch nicht mit 80 °C oder lauten Lüftern abfinden. Mein Test zeigt:

  1. Investiert in eine gute AIO.
  2. Montiert sorgfältig: Weniger Paste ist oft mehr!
  3. Nutzt Silent-Profile: Ein Ryzen 9 fühlt sich auch bei 66 °C pudelwohl. Die Lebensdauer wird dadurch nicht beeinträchtigt, aber eure Ohren werden es euch danken.

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